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Bemerkenswerte Bauten

Die Gebäude unmittelbar hinter dem südlichen Burgtor dienten einst der Burgverwaltung.

Nr.2 ist die ehemalige Burgwache. Sie ist ein hübsches Werk des Barock, 1772 errichtet. In drei weiten Bögen öffnet sich die Frontseite zu einer gangartigen Vorhalle, hinter welcher die Räume für die Wache liegen. Den mittleren Bogen krönt ein Dreiecksgiebel; sein Feld schmücken drei Wappen, ebenfalls in Dreiecksform geordnet. (In der Mitte: von Dalberg, links: Riedesel, rechts: Elz- Kempenich).
Burg Nr.2

Die nächsten Gebäude links und rechts der Burgstraße mit den Höfen davor gehören heute zum staatlichen Aufbaugymnasium, von 1817 bis 1926 dienten sie als hessisches Lehrerseminar.
Kein Bild

Das östliche Gebäude (Nr. 3) ist das alte Renthaus der Burg, 1696 errichtet. Im hintersten Winkel seines Hofes steht das sog. Teehäuschen, an dessen Westwand man oben eine Sandsteinplatte vermauert sieht. Sie zeigt das älteste erhaltene Wappen der Burg: den Ritter St. Georg, mit der bewimpelten Lanze in der Linken, auf dem Drachen stehend, die Rechte auf einen Schild gestützt, den der Reichsadler schmückt. In der linken oberen Ecke trägt die Platte die Jahreszahl 1496. Ursprünglich war dieses Wappen wohl an dem einstigen äußersten südlichen Tor der Burg angebracht.
Burg Nr.3

westlich der Straße, ist die ehemalige Burgkanzlei, ein nüchterner Bau mit dicken Mauern, dessen Eingang aber ein reicheres Barockportal ziert. Zwei seitliche Säulen tragen einen durchbrochenen Rundgiebel, über dem die Statue einer Justitia steht. Auch der Vergilvers: discite iustitiam moniti et non temnere divos (Lernet – gewarnt – das Recht nun pflegen und scheuen die Götter) deuten auf die einstige Bestimmung des Gebäudes hin. Die Zahl 1705 hinter dem Vers gibt das Jahr der Errichtung des Portals und des Umbaues (Fenster, Giebel, Dach und Inneres) des Hauses an. Denn die starken Mauern des Gebäudes gehen noch bis in die Anfangszeit der Burg zurück. Es hieß bis in das 16. Jahrhundert „der Saal“. Diese Bezeichnung und die Lage des Baues neben dem Tor machen es mehr als wahrscheinlich, dass wir in seinen Anfängen den Palas der Stauferburg zu sehen haben. Dicht am Rand seiner östlichen Außenwand ist noch heute in Höhe des ersten Stockwerkes eine vermauerte Tür zu erkennen, die über einen überdeckten Steg den „Saal“, d. h. den Palas, mit dem Staufischen Bergfried verband, in dem sich die erste Burgkapelle befand.
Burg Nr.4

der heutige Direktionsbau des Burggymnasiums, ist ein ehemaliges Burgmannenhaus. 1617 erwarb es die Burg von den Erben des Herrn von Reinberg und richtete es als Wohnung der Burgsyndizi ein. Sein Nordteil geht, wenigstens in seinem untersten Geschoß, den Fensterformen nach noch ins 16. Jahrhundert zurück.
Burg Nr.10

Das Hutsche Haus, ein netter, wohlgepflegter Fachwerkbau aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.
Burg Nr.22

(im Nordostteil des Burggeländes): Das ehemalige Burgmannenhaus der Rau von Holzhausen, ein weitläufiger Bau, diente 1829 bis 1886 als erstes Kreisamt. In dem Revolutionsjahr 1848 war es verschiedentlich Schauplatz politischer Kundgebungen.
Burg Nr.23

(in der Nordwestecke der Burg) war ehedem das Burgmannenhaus der Löw von Steinfurth. Seine Nordwand steht unmittelbar auf der alten Burgmauer und ragt hoch über dem nördlichen Steilabfall des Burgbergs auf und vermittelt so noch den alten wehrhaften Charakter der Burgmannenhäuser. Seinen geräumigen Vorhof betritt man durch einen großen Rundbogen mit dem Löwschen Wappen. Es ist in seiner Gesamtwirkung eines der eindrucksvollsten erhaltenen Burgmannenhäuser.
Burg Nr.32

Wegen seiner schmalen Gestrecktheit hieß dieses Gebäude früher „der lange Bau“. Es war das Burgmannenhaus der Riedesel von Bellersheim. Auf einem steinernen Untergeschoß mit spitzbogigen Eingängen ruht ein weit vorkragender Oberbau aus Fachwerk. Der Unterbau stammt, wie die Jahreszahl über dem ersten Eingang lehrt, von 1553, das Fachwerkgeschoß erst aus dem 17. Jahrhundert. Im Untergeschoß, wenigstens im hinteren Teil, befanden sich einst Ställe für die Pferde, im Obergeschoß die Wohnungen. – In der Mauer gegenüber sieht man ebenfalls das Riedesel´sche Wappen mit der Jahreszahl 1555.
Burg Nr.33

Heute Burggymnasium, in neuerer Zeit stark verändert; einst war es das Burgmannenhaus der Brendel von Homburg, die in Johann Brendel (1532 – 1569) wohl den bedeutendsten Friedberger Burggrafen stellten. Er war der erste Ritterhauptmann der Mittelrheinischen Ritterschaft. Über dem Eingang der Schillerschule ist sein Ehewappen zu sehen: links der Zickzackbalken Brendels, rechts die Rose Apollonias von Stein, seiner zweiten Gattin. Später Haus der Schütz von Holzhausen.
Burg Nr.34

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