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westlich der Straße, ist die ehemalige Burgkanzlei, ein nüchterner Bau mit dicken Mauern, dessen Eingang aber ein reicheres Barockportal ziert. Zwei seitliche Säulen tragen einen durchbrochenen Rundgiebel, über dem die Statue einer Justitia steht. Auch der Vergilvers: discite iustitiam moniti et non temnere divos (Lernet – gewarnt – das Recht nun pflegen und scheuen die Götter) deuten auf die einstige Bestimmung des Gebäudes hin. Die Zahl 1705 hinter dem Vers gibt das Jahr der Errichtung des Portals und des Umbaues (Fenster, Giebel, Dach und Inneres) des Hauses an. Denn die starken Mauern des Gebäudes gehen noch bis in die Anfangszeit der Burg zurück. Es hieß bis in das 16. Jahrhundert „der Saal“. Diese Bezeichnung und die Lage des Baues neben dem Tor machen es mehr als wahrscheinlich, dass wir in seinen Anfängen den Palas der Stauferburg zu sehen haben. Dicht am Rand seiner östlichen Außenwand ist noch heute in Höhe des ersten Stockwerkes eine vermauerte Tür zu erkennen, die über einen überdeckten Steg den „Saal“, d. h. den Palas, mit dem Staufischen Bergfried verband, in dem sich die erste Burgkapelle befand.
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