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Das Schloss



Unter dem „Schloss“ fasst sich heute eine Gruppe von mehreren Gebäuden und Höfen zusammen, die nicht alle einer einheitlichen Zeitepoche zugehören. Durch ein prachtvolles Renaissancetor tritt man in den Haupthof, den links der sog. „Kavalierbau“, rechts die Schmalseite des ehemaligen Marstallgebäudes flankiert. Im Hintergrund schließt ihn der lang gestreckte Bau des eigentlichen Schlosses ab. Dieses Gebäude war ursprünglich das Burgmannenhaus der Herren von Kronberg und hieß danach „der Kronberger Hof“. Burggraf Johann von und zu Kronberg hat es mit seiner Gemahlin Anna Riedeselin zu Eisenbach in den Jahren 1604 – 1610 errichtet; ihrer beider Wappen sind über den Eingangstüren angebracht. 1698 erwarb es die Burgverwaltung als Amtssitz der Burggrafen; seitdem hieß es das „Burggraviat“. Kurz vor dem Tode des letzten Burggrafen (1817) wurde es Großherzogliches Schloss. Im September und Oktober 1910 weilte Zar Nikolaus von Russland mit seiner Familie hier als Gast des Großherzogs. Von 1921 bis 1955 diente es als Kreisamt bzw. Landratsamt.
Seit 1956 ist u. a. das staatliche Vermessungsamt darin untergebracht.

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